| Unser Wasser Hamburg |
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Aufruf zur Unterstützung der Initiative |
| Unser Wasser Hamburg : Aufruf zur Unterstützung der Initiative |
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UNSER-WASSER-HAMBURG Aktionsbündnis
für eine öffentliche Wasserversorgung in Hamburg Trinkwasser gehört den
Bürgern, nicht den Konzernen ! Nutzen Sie Ihre Stimme, um die
Privatisierung der Hamburger Wasserversorgung zu verhindern. Wasser
ist keine Ware Wasser
geht uns alle an. Trinkwasser ist unverzichtbar, es ist unser
wichtigstes Lebensmittel. Wir müssen sicher sein können, dass
es eine hohe Qualität hat, dass es preiswürdig ist und im
Interesse der Verbraucher in guten Händen liegt. Die Hamburger
Wasserwerke GmbH (HWW) sorgen dafür seit mehr als anderthalb
Jahrhunderten. Sie sind der älteste Wasserversorger in Europa und
zugleich eines der solidesten Wasserversorgungsunternehmen in
Deutschland. Das
wurde bis heute in öffentlicher Verantwortung erreicht. Die HWW
stehen im alleinigen Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg. Das
bedeutet ein hohes Maß an öffentlicher Kontrolle. Ein
Hineinreden von Privatunternehmen oder eine Abhängigkeit von
privaten Kapitalinteressen sind so ausgeschlossen. Anders als die
öffentliche Wasserversorgung sind diese nicht dem
öffentlichen Wohl verpflichtet. Die
öffentliche Wasserversorgung Hamburgs droht in absehbarer Zeit
privatisiert zu werden. Sie ist einer der wenigen noch verbliebenen
Teile des öffentlichen Vermögens, und der Senat erwartet sich
hohe Verkaufserlöse. Zugleich entzieht er sich einer
öffentlichen Stellungnahme. Man wolle darüber und über
andere mögliche Verkaufsobjekte nicht reden, um nicht dadurch den
Preis zu verderben. Das
ist bei der geringen Zahl möglicher finanzstarker, allgemein
bekannter Bieter falsch, demokratiefern und obendrein Ausdruck eines
perspektivlosen Krämergeistes. Das öffentliche Eigentum ist
Eigentum der Bürger, nicht von Parteien und wechselnden
Regierungen. Deren Aufgabe ist der treuhänderische, am Gemeinwohl
orientierte Umgang mit gemeinwirtschaftlichen Unternehmen. Dafür
sind gewählte Regierungen öffentliche Rechenschaft schuldig –
und zwar nicht erst nach Schaffung vollendeter Tatsachen. Das Ziel: Sicherheit und Qualität Die
Wasserversorgung spielt eine besondere Rolle. „Wasser ist keine
Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt
und entsprechend behandelt werden muss.“ (EU-Wasser-Richtlinie, erster
Erwägungsgrund). Wasserversorgung
muss im vitalen Interesse aller Verbraucher auf unbegrenzte Zeit
funktionieren. Sie darf nicht kommerziellen Unberechenbarkeiten und der
Willkür des privatwirtschaftlichen Marktgeschehens unterworfen
werden. Wasserversorgung ist deshalb fast überall auf der Welt als
öffentliche Aufgabe organisiert worden. Diese Gründe haben
auch heute noch volle Gültigkeit. Die
Wasserversorgung hat die höchst anspruchsvolle Aufgabe, das
wichtigste Lebensmittel zu liefern. Qualität ist dabei das oberste
Gebot. In der öffentlichen deutschen Wasserversorgung wird seit
jeher erfolgreich danach gestrebt, eine weit bessere Qualität zu
bieten als das Gesetz verlangt. Unter dem Diktat privatwirtschaftlicher
Renditeerwartungen würde diese Zielsetzung als „unökonomisch“
und „ineffizient“ schnell der Vergangenheit angehören. Streng geschützte Vorkommen Wasserversorgung
beruht weit stärker als andere Dienstleistungen auf nachhaltigem
Wirtschaften. Sie ist an die örtlichen Voraussetzungen für
die Gewinnung von Wasser gebunden. In Hamburg sind dies
Grundwasserbrunnen in Gebieten und aus Wasserleitern, die als
Trinkwasser geeignet sind. Damit ihre Qualität auf Dauer gesichert
ist, müssen sie geschützt werden. Die Hamburger Wasserwerke
übernehmen dafür im Interesse der Verbraucher umfassende
freiwillige Leistungen. Sie schützen damit auch den Standort
Hamburg als Ursprungsgebiet einer hochwertigen Trinkwasserversorgung. Privatkonzerne,
die in die krisensichere und ertragsstarke Wasserwirtschaft einsteigen,
haben andere Ziele. Sie erhoffen sich Marktmacht, eine
Vergrößerung ihrer Einflusssphären und hohe Gewinne.
Wasser möchten sie dort gewinnen, wo es wirtschaftlich am
günstigsten ist – und das ist in der Regel nicht das Grundwasser
vor der Haustür, sondern über Fernwasserleitungen heran
transportiertes Flusswasser. Unter
kommerzieller Regie würden daher die örtlich verankerte und
verantwortete Wassergewinnung und der lokale Gewässerschutz
Schritt für Schritt verloren gehen. Privates Gewinnstreben und
nachhaltige Wasserversorgung lassen sich nicht auf einen Nenner
bringen. Die demokratische Kontrolle der öffentlichen
Wasserwirtschaft indessen sichert den Vorrang des örtlich
verfügbaren Wassers und dessen Schutz – trotz erwirtschafteten
Gewinnen. Schnäppchenjäger unterwegs Die
öffentliche Wasserversorgung ist deshalb in doppelter Hinsicht
wertvoll. Ihre Gewinne machen sie allerdings auch für Investoren
interessant. Das gilt insbesondere für die HWW, die zu den vier
größten Wasserversorgern in Deutschland gehören und das
größte noch rein öffentliche Unternehmen der Branche
sind. Wie vor einigen Jahren in Berlin winken in Hamburg „strategische
Preise“, sprich Verkaufserlöse, die weit über dem normalen
Geschäftswert liegen. Darauf spekuliert der Hamburger Senat. Der
weitere Ausverkauf der zentralen öffentlichen Dienstleistungen
nach Gas, Strom und der öffentlichen Finanzwirtschaft in Gestalt
der Landesbank ist keine finanzielle Gesundung, sondern ein Bankrott
auf Raten. Die Dauerkrise des öffentlichen Haushalts kann so nicht
gelöst werden. Sie verlangt vor allem nach einer
Gemeindefinanzreform und nach einer stärkeren Beteiligung privater
Gewinne und Vermögen an den Gemeinschaftsleistungen der Kommunen. Die
Verschleuderung öffentlichen Vermögens, das bislang
ansehnliche Gewinne in den städtischen Haushalt einbrachte, ist
auch die Verweigerung eines wirtschaftlichen und politischen
Gestaltungsauftrags seitens der Stadtpolitiker. Darüber
täuschen die gängigen Redensarten wie „mehr Wettbewerb und
mehr Markt schaffen“ nicht hinweg. Wenn die Wasserversorgung verkauft
würde, gäbe es weder mehr Wettbewerb noch mehr Markt. Es
bliebe bei einem einzigen privaten Anbieter, eine andere Bezugsquelle
für Trinkwasser steht den Bürgern nicht zur Verfügung. Schlechter, teurer, unsicherer Was
haben die Bürger bei einer Privatisierung der öffentlichen
Wasserversorgung zu erwarten? Mitunter
wird behauptet, Schutzmaßnahmen für die Gewässer seien
durch die staatliche Aufsicht hinreichend gewährleistet. Gilt das
auch für eine Hamburger Umweltpolitik, deren verantwortlicher
Repräsentant erklärt, Umweltpolitik habe der Wirtschaft zu
dienen? Wasser ungeeignet für Privatisierung Es
gibt keinen Anhaltspunkt für die Annahme, die öffentliche
Wasserversorgung, insbesondere die HWW, könnte durch
Privatisierung besser werden. Es gibt viele Anhaltspunkte für das
Gegenteil. Auch deswegen muss die Hamburger Wasserversorgung in
öffentlicher Hand bleiben. Im Interesse der Verbraucher und im
Interesse des Gewässerschutzes. Deshalb: Für den Verbleib einer guten, sicheren
Trinkwasserversorgung in öffentlicher Hand, im Interesse aller
Verbraucher und im wohlverstandenen Interesse der Stadt. Gegen eine Privatisierung oder Teilprivatisierung der HWW. Unterschreiben Sie diese Volksinitiative! Nutzen Sie Ihre
Stimme, um die städtische Wasserversorgung vor dem drohenden
Verkauf zu schützen. Volksinitiative,
Volksbegehren und Volksentscheid sind gesetzlich und in der Verfassung
der Freien und Hansestadt Hamburg geregelte Instrumente für die
Beteiligung der Bürger an der Gesetzgebung und der politischen
Willensbildung auf Gebieten, die der Zuständigkeit der
Bürgerschaft unterliegen. Das ist beim Verkauf öffentlichen
Eigentums der Fall. Eine
Gemeinschaftsaktion von: Attac-Hamburg,
BUKO Agrar-Koordination, B.U.N.D., NABU,FIAN, Verbraucherzentrale
Hamburg |
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UNSER-WASSER-HAMBURG ist eine
Aktion der Regionalverbände von: |
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08.02.2003 |