Unser Wasser Hamburg
  Presseerklärung Gelsenwasser (18.6.03)
Unser Wasser Hamburg : Presseerklärung Gelsenwasser (18.6.03)


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Presseerklärung:

Nur Nachteile, wenn die Hamburger Wasserwerke die Gelsenwasser AG kaufen

 

 

Sprecher:

Jürgen Arnecke

Wilhelmsburger Str. 24

20539 Hamburg

Tel./Fax 040/78 50 28

Mobil 0174/6908852

juergenarnecke@hotmail.com

 

Hamburg, 18. Juni 2003

 

 

 

Die Gerüchte um den Verkauf der Hamburger Wasserwerke –HWW- sind um einen neuen Aspekt reicher. Gestern wurde bekannt, das die HWW zusammen mit den Mannheimer Versorgungs- und Verkehrsbetrieben –MVV- ein Kaufangebot für die Gelsenwasser AG abgegeben haben. Noch am 03. Juni hatten Politiker aller Parteien in einer Podiumsdiskussion betont, sie wollten die HWW unversehrt lassen. Ein Kauf der Gelsenwasser AG würde aber die unternehmerische Situation der HHW notwendigerweise verschlechtern.

 

Begründet wurde das Kaufangebot mit dem Interesse der HWW, eine bessere Marktposition gegenüber internationalen Konzernen wie Vivendi oder Suez zu erlangen. Faktisch gibt es aber gar keine Konkurrenzsituation oder Übernahmegefahr, wenn nicht der Senat selbst die HWW zur Schlachtbank führt. Es ist zudem vielfach erwiesen, dass durch größere Unternehmen in der Wasserwirtschaft keine Synergieeffekte zu erzielen sind. Solche fadenscheinigen Argumente mussten schon beim Verkauf der HEW und von Hein Gas herhalten: Am Ende des Verkaufes waren bei beiden die Arbeitsplätze, die Steuereinnahmen und die Gewinnabführungen weg. Zudem gingen der Stadt zwei Unternehmenssitze verloren.

 

Eine Fusion der HWW mit der MVV und Gelsenwasser hat für die Bürger Hamburgs nur Nachteile. Eine Finanzierung des Kaufes über Kredite (750 Millionen Euro stehen im Raum) führt nur zu zusätzlicher Zinsbelastung; die Wasserpreise werden nicht nur bei den Gelsenwasser-Kunden steigen, sondern auch in Hamburg.

 

Noch gefährlicher ist die Situation, wenn die Kosten des Gelsenwasser-Kaufes zu einer Konzern­bildung der beteiligten Firmen führt und anschließend zur Finanzierung des Kaufpreises dieser Konzern (teil-)privatisiert wird.

 

Für Bürger und Kunden der HWW haben die Kaufpläne nur Nachteile. Die Volksinitiative „Unser Wasser Hamburg“ lehnt daher dieses Vorhaben strikt ab. Das ausgezeichnete Hamburger Wasser soll auch weiterhin unter vollständiger Kontrolle der Hansestadt bleiben und auch nicht zum Spielball deutschland- oder europaweiter Expansionspläne werden. Dafür sammelt „Unser Wasser Hamburg“ noch bis Ende Juni Unterschriften zur Einleitung einer Volksinitiative.

 


UNSER-WASSER-HAMBURG ist eine Aktion der Regionalverbände von:
Attac Hamburg
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Diese Seite wurde zuletzt geändert am:
19.06.2003