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| Unser Wasser Hamburg : Presse : Bücher |
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Auf Telekommunikation und Strom soll in
kürze mit der
Wasserversorgung die nächste große Privatisierung eines
öffentlichen
Bereiches folgen. Über zwanzig Milliarden Euro Umsatz der Branche
machen den
Wassermarkt für die großen Energie- und
Dienstleistungskonzerne begehrlich. Im
Mittelpunkt steht dabei die Debatte um die Privatisierung der Wasser-
und
Abwasserwerke. Während sich auf der einen Seite die Marktradikalen
um Weltbank,
Bundesministerium für Wirtschaft, Banken und EU-Bürokraten
scharen, stehen auf
der anderen Seite besorgte Wasserwerker, auf Autonomie bedachte
Kommunen und
Globalisierungskritiker. Dieses Buch faßt die aktuelle Diskussion
zusammen,
weist auf Chancen und Risiken der Privatisierung hin und plädiert
für eine ökologisch
und sozial nachhaltige Wasserversorgung der Zukunft. Aus dem Inhalt: Geiler, Nikolaus Lisa Stadler und Uwe Hoering: Das Wasser
Monopoly. Von einem
Allgemeingut und seiner Privatisierung. Dieser ganz neue Titel beschäftigt sich
zunächst mit den Besonderheiten des Wasser als knappe Ressource
und dem
Wassermarkt mit seiner monopolistischen Ausprägung. Die Autoren beschreiben die Akteure der
Wasserprivatisierung, die im Vordergrund wie RWE, Ondeo, Veolia, SAUR
und
Bechtle; und die im Hintergrund, die Finanzkonzerne und Banken wie BNP
Paribas,
Credit Suisse First Boston, UBS Warburg und WestLB. Sehr ausführlich wird dargestellt, wie
diese
internationalen Konzern in Verbindung mit den westlichen
Industriestaaten
–insbesondere auch der Bundesrepublik Deutschland- ihre
Privatisierungsideologien in den internationalen Organisationen
Weltbank und
Internationaler Währungsfond –IMF- durchsetzen konnten. Weltbank
und IMF haben
seit Jahren Gelder in Wasserversorgungsprojekte nur vergeben, wenn
gleichzeitig
eine Privatisierung der Wasserversorgung durchgeführt wurde. Das deutsche Entwicklungshilfeministerium und
die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit haben sich dieser
Politik
angeschlossen. An vielen Beispielen wird gezeigt, wie solche
Privatisierungen gescheitert sind: Cochabamba, Manila, Accra (Ghana).
Selbst in
England und Wales sind die Versprechungen nicht eingehalten worden. Das berühmte Mantra – „There Is No
Alternative“ (beliebter Satz von M. Thatcher) - der Privatisierer wird
aber
widerlegt: Anhand von Beispielen in Estland, Honduras und der Schweiz
wird
dokumentiert, dass öffentliche Wasserwerke eine gute
Wasserversorgung aufbauen
und erhalten können. Dieses Buch bietet einen sehr umfangreichen
Überblick über die Privatisierung der Wasserwirtschaft in
Europa und weltweit
und den Widerständen dagegen. Der Sommer des Jahres 79 n.
Chr. war am
Golf von Neapel ungewöhnlich heiß. Durch die extreme
Trockenheit versiegten
Brunnen und Quellen. Die Bewohner der Gegend um Pompeji waren
beunruhigt über
das unerklärliche Grollen, dann bebte die Erde tagelang. Am
Nachmittag des 24.
August schoss eine Lavasäule aus dem Inneren des Vesuvs. Dieses Ende von Pompeji ist uns allen
bekannt. Und damit
eigentlich auch das Ende von Robert Harris Roman „Pompeji“. Trotzdem
gelingt
es Harris meisterhaft, die letzten vier Tage vor dem Untergang Pompejis
zu
schildern. Hauptfigur des Romans ist der junge Wasserbaumeister
Attilius. Er
wurde gerade erst aus Rom nach Pompeji versetzt um die Aqua Augusta,
das
Meisterwerk römischer Wasserbaukunst im Golf von Neapel, zu
beaufsichtigen.
Sein Vorgänger ist auf mysteriöse Weise verschwunden. Schnell
macht Attilius
Bekanntschaft mit dem wichtigsten Ratsherrn von Pompeji, Ampliatus.
Dieser ist
mit dem Bau von Häusern und luxuriösen öffentlichen
Bädern zu Geld und Macht
gekommen. Gerade manipuliert er die anstehenden Wahlen. Ampliatus hat
das öffentliche
Leben Pompejis und die Wasserversorgung korrumpiert: In Politik und
Geschäftswelt
tauchen immer die gleichen Namen auf. Dies macht „Pompeji“ so aktuell,
zu
einer höchst aktuellen Parabel. Die Degenerierung einer der
wichtigsten
technischen Leistungen des Römischen Reiches, der
öffentlichen
Wasserversorgung, durch private Interessen steht für Glanz und
Untergang des Römischen
Imperiums. Robert Harris: Pompeji, 380 Seiten, Heyne
Verlag, 20,--
€ |
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Aktion der Regionalverbände von: |
Diese
Seite wurde aktualisiert am:
12.08.2004 |