| Unser Wasser Hamburg |
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Pressemitteilung vom 25.08.2004 |
| Unser Wasser Hamburg : Pressemitteilung vom 25.08.2004 |
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UnserWasserHamburg Volksbegehren gegen den
Verkauf
der Hamburger Wasserwerke Pressemitteilung vom
25.08.2004 Von Beust
unglaubwürdig Offener Brief von
„Unser-Wasser-Hamburg“ an den Ersten Bürgermeister Ole von Beust Anlässlich
der Äußerungen von Beusts in der Bild-Zeitung vom 21.8.2004
hat
Unser-Wasser-Hamburg dem Ersten Bürgermeister der Freien und
Hansestadt Hamburg
gestern den nachfolgenden offenen Brief geschickt. Kontakt:
Sehr geehrter Herr von
Beust, Ihre Stellungnahme in der
Bild-Zeitung vom 21.8.2004 zu dem von ‚Unser Wasser Hamburg’ ins Leben
gerufenen Volksbegehren hat uns nicht beruhigt. Sie haben dort
erklärt, das
Volksbegehren gegen den Verkauf der Hamburger Wasserwerke (HWW) sei
überflüssig, da der Senat gar keinen Verkauf dieses
Unternehmens beabsichtige. Ihre Aussage steht im
Widerspruch zu öffentlichen Erklärungen von Herrn Senator
Peiner und Herrn
Senator Freytag, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der HWW. Außerdem
hat der Senat
am 9. 2. 2003 eine Liste von möglichen Verkaufsobjekten
beschlossen und anschließend
als Senatsdrucksache veröffentlicht, in der die Hamburger
Wasserwerke als
Kandidatin für einen 49,9%igen Verkauf vorgesehen sind. Diese
offizielle
Privatisierungsliste ist noch immer Grundlage Ihrer Politik. Wir weisen Sie darauf hin,
dass beim Verkauf von 49,9 % der HWW die Geschäftsführung in
der Regel zu 100 %
an die privaten Investoren übergeht. Anderenfalls sind
internationale
Versorgungskonzerne nicht bereit, einen für die Stadt attraktiven
Preis für ein
solches Engagement zu zahlen. Das Beispiel
von Berlin, wo ebenfalls 49,9 % der Wasserversorgung an internationale
Wasserkonzerne verkauft wurden, zeigt, dass die Stadt keinen
bestimmenden
Einfluss mehr auf strategische Entscheidungen nehmen kann. Nach
Erfahrungen aus
anderen Städten bedeutet auch der Verkauf eines
Minderheitsanteils, daß der
Senat der Hansestadt Hamburg bei den Hamburger Wasserwerken nicht mehr
„Herr im
Haus“ ist. De facto sind alle Anreize so gesetzt, daß die
Privaten die
Geschäftspolitik allein bestimmen und im Zweifelsfall ihre
Interessen gegen die
der Kommune durchsetzen. Das beginnt beim Thema Transparenz: Die
Öffentlichkeit
hat keine Chance, die Geschäftspolitik eines teilprivatisierten
Unternehmens im
Detail zu verfolgen. Kommerzielle Markt- und Expansionsstrategien
lösen den
öffentlichen Gemeinwohlauftrag ab. Aus der öffentlichen
Wasserversorgung wird
ein privates, gewinnorientiertes Monopol. Auch ein „Minderheitsverkauf“
ist deshalb ein enormer Schaden für
Hamburg, der
nicht mehr wieder gut zu machen nicht. Wir bitten Sie deshalb, die
Hamburger Bürgerinnen und Bürger in aller Offenheit über
Ihre Pläne mit den
Hamburger Wasserwerken zu informieren: Sehr geehrter Herr Erster
Bürgermeister, Hamburgs Bürgerinnen und
Bürger brauchen jetzt völlige Klarheit über diese
Fragen, denn sie müssen sich
im aktuell laufenden Volksbegehren entscheiden, ob im nächsten
Jahr ein
Volksentscheid über die Zukunft der HWW notwendig ist oder nicht. Eine unmissverständliche
Stellungnahme halten wir auch aus Respekt vor der Hamburger Verfassung,
deren
Teil die Volksgesetzgebung ist, für dringend notwendig. Mit
freundlichen Grüßen gez.
Jürgen Arnecke |
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20.08.2004 |